11.10.2018 Donnerstag  +++ Großübung Kat-S +++

Die DLRG veranstaltete am vergangenen Samstag, 29.09.2018 eine groß angelegte Katastrophenschutz Übung, um für den Ernstfall im Hochwasser oder bei Starkregenereignissen optimal vorbereitet zu sein. 
Der Zug des Bezirks Osnabrück, vertreten durch sechs Ortsgruppen bei dieser Übung, traf sich am Samstagmorgen um 09.00 am Parkplatz der Eishalle Osnabrück, um zunächst die rund 55 Helfer zu sammeln. Für die Bewältigung der Aufgaben standen zudem 13 Fahrzeuge mit acht Booten und sechs Hunden zur Verfügung. Die Kolonne fuhr zunächst vom Bereitstellungsraum an der Eishalle im Verbund zum Kanal an der Leckermühle. Dort wurden sofort sämtliche Boote zu Wasser gebracht und die Einsatzstelle eingerichtet. Danach starteten die ersten Szenarien: die Einsatztaucher wurden mit einem zunächst unbekannten, massiven Gegenstand unter Wasser konfrontiert, welcher sich als eine demontierte Bühnentraverse herausstellte. Nachdem der Gegenstand gefunden und mit einer Boje markiert wurde, konnten die Taucher mehrere Hebesäcke im trüben Wasser an die Konstruktion anbringen, welche diese an die Wasseroberfläche des rund vier bis sechs Meter tiefen Gewässers hoben. Somit war es einfacher diese einfacher zerlegen und mithilfe der Boote abtransportieren zu können. Gleichzeitig wurden die Ortungshunde eingesetzt, um nach einer vermissten Person zu suchen. Die sechs Hunde, welche alle erst vor wenigen Wochen erfolgreich ihre Prüfung zum Wasserortungshund bestanden haben, konnten trotz erschwerter Verhältnisse nach kurzer Zeit erfolgreich den präparierten Duftstoff ausmachen. Zusätzlich wurde das Side-Scan-Sonar des Bezirks eingesetzt um Gegenstände unter Wasser für die Helfer sichtbar zu machen. So konnte der Fund der Hunde noch einmal bestätigt werden und die Einsatztaucher noch konkreter und somit zeitsparender an die „vermisste Person“ herangeführt werden. Im weiteren Verlauf des Tages wurden die Strömungsretter bei einer heiklen Lage aktiv. Ein nicht genauer definierter Grillunfall an der Uferböschung mit mehreren Jugendlichen galt es abzuarbeiten. Nachdem die Gruppe mit den vorhandenen Booten, welche aufgrund der Priorität von anderen Szenarien abgezogen werden mussten, an die Böschung gebracht wurden, mussten sie zunächst den Brand mit dem Einsatz von Feuerlöschern ablöschen. Anschließend wurden die teils schwer verletzten Personen transportfähig gemacht, mit den Booten abtransportiert und dem Rettungsdienst übergeben. Dabei profitierte die Gruppe Strömungsrettung von der realitätsnahen Präparierung der Verletzten, welche durch Helfer der Realistischen Unfall- und Notfalldarstellung (RUND) entsprechend geschminkt wurden. Das Führungspersonal wurde bei dieser Lage aufgrund der Unterzahl der Helfer gegenüber den verletzten Personen stark unter Druck gesetzt, konnte das Szenario aber schlussendlich souverän in Zusammenarbeit mit anderen Gruppenführern abarbeiten. Im letzten Szenario sollten etwa zwanzig Personen aus einem Gefahrenbereich evakuiert werden, welcher nur wasserseitig erreichbar war. Diese Lage wurde durch die eingetretene Dunkelheit und kalten Temperaturen so stark erschwert, dass sie von der Einsatzleitung abgebrochen wurde. Bis auf die letzte Lage konnten alle Szenarien erfolgreich abgearbeitet werden. Insbesondere die gegenseitige Unterstützung zwischen den Mitgliedern der verschiedenen Ortsgruppen funktionierte Reibungslos. Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer, die diesen langen Tag mitgestaltet haben!

Kategorie(n)
Bezirk Osnabrück, Boot, KatS

Von: Vorstand

zurück zur News-Übersicht
E-Mail an Vorstand:


Eine Kopie der Nachricht an die eigene Adresse senden
captcha
Einfach die Zahlen-/Buchstabenkombination abtippen!
Groß- und Kleinschreibung muss nicht beachtet werden.
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen

* Pflichtfelder dürfen nicht leer gelassen werden